Keine bleibende Stadt
Wir haben hier keine bleibende Stadt…
Unsere Jahreslosung und das weltweite Flüchtlingselend
Angesichts von Wohlstand, Frieden, Freiheit und äußerer Sicherheit hier in Mitteleuropa treffen uns die Aussagen der Jahreslosung nicht ohne Weiteres ins Herz. Wir bauen im Durchschnitt sehr solide und wohnen komfortabel, wir haben mehr als unser tägliches Brot, können unseren Glauben in Freiheit leben, genießen Sozialsysteme und eine im Vergleich sehr gute Gesundheitsfürsorge. Es geht uns gut, und da fällt es dann nicht immer so leicht, unser Dasein als Durchgangsstation zu sehen und „die zukünftige Stadt“ zu suchen und zu ersehnen.
Die Situation der Adressaten des Hebräerbriefes war eine andere. Sie erlebten Bedrohung und Verfolgung, hatten „sowohl mit den Gefangenen gelitten als auch den Raub ihrer Güter mit Freuden aufgenommen“ (Hebräer 10,34), weil sie wussten, dass sie für sich selbst „einen besseren und bleibenden Besitz“ hatten. Die Feststellung in Hebräer 13,14 beinhaltete eine Aufforderung zum bereitwilligen Leiden UND den Ausblick auf das Ziel, wofür es sich zu leiden lohnte, „die zukünftige Stadt“, „die Stadt, die Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist.“ (Hebräer 11,10)
Alltägliche Realität
Auch für viele unserer weltweiten Glaubensgeschwister heute ist „keine bleibende Stadt“ täglich greifbarer Alltag. Sie werden bedroht, ausgestoßen, erleben Raub und Vernichtung ihres Besitzes, Missbrauch, Gefangenschaft und Folter, Gewalt und Tod.
Den insgesamt über 42 Millionen Flüchtlingen weltweit, die aus ganz unterschiedlichen Gründen auf der Flucht sind, geht es oft ganz ähnlich. Aber inwiefern betrifft uns das als Nachfolger Jesu? Wo ist vielleicht unsere Reaktion, unser Handeln gefordert?
In der nächsten Ausgabe unserer kleinen Zeitschrift „ConteXt“ geht es um Flüchtlinge und unseren Dienst an ihnen. Sie erscheint Ende Februar. Dürfen wir Ihnen ein Probeexemplar zuschicken? Dann melden Sie sich bitte unter info(at)frontiers.de
Muslimen in der Liebe Jesu dienen
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