Kurzzeit Berichte

Nach meinem Abitur 2015 wollte ich nicht gleich wieder Schulbänke wärmen, sondern am liebsten die Welt sehen, andere Menschen und Kulturen kennenlernen und einfach mal weg. So kam es, dass ich als Lernhelfer nach Zentralasien ging und ich mich später in einer komplett anderen Welt wieder fand. Schnell war ich fester Bestandteil des Teams und gewöhnte mich an mein neues Zuhause und die Arbeit. Ich durfte in den darauffolgenden elf Monaten so viel erleben und sehen und meine Erwartungen wurden alle weit übertroffen.
Natürlich gab es auch schwierige Zeiten neben den ganzen Höhepunkten. Vor allem im Glauben. Doch ich habe gemerkt, wie Gott mich immer wieder gesucht und mir bei den ganzen Herausforderungen geholfen hat. Ich kann nur sagen, dass ich in diesem Jahr sehr viel gelernt habe und dadurch im Glauben gewachsen bin.
Das Schönste aber an meinem Einsatz war, dass Gott zwar meine Abenteuerlust nutzte, um mich nach Zentralasien zu bringen, dort aber mein Herz für die Missionsarbeit geöffnet hat, die vorher keine große Rolle in meinem Leben gespielt hat. Dieses Jahr hat mich schwer geprägt und ich überlege nun, wann ich wieder zurück komme.Es kostet zwar Mut und Kraft, so einen Einsatz zu machen, aber man bekommt immer viel mehr zurück, als man gibt!

Westafrika 3Wie klingt das? 10 Monate in einem westafrikanischen Projekt arbeiten, dass auf den ersten Blick nicht ganz meinen Vorstellungen entspricht; das ganze zusammen mit einem anderen Kurzzeitler in einem Team, die ich überhaupt nicht kenne. Klingt für mich erstmal ziemlich unattraktiv. Ich wurde jedoch schnell eines Besseren belehrt.
Voller Tatendrang ging ich ans Werk und versuchte, mich recht zügig in der Kultur einzufinden (was wahrscheinlich zu etlichen Sprüngen ins Fettnäpfchen führte), meine Arbeit zu tun und meinen Platz im Team zu finden.
Aber Gottes Plan für mich dort sah etwas anders aus, als ich es mir vorgestellt hatte. Zuvor gemachte Erwartungen und Hoffnungen kamen ganz anders, ABER: auf keinen Fall war das schlecht oder langweilig.
Ich habe gelernt, dass Gott mich NIE im Stich lässt und nur das Beste für mich will!
Raus aus meinem gewohnten Umfeld, rein in eine andere Kultur. Gottes Wirken hautnah erleben. Feststellen, dass ein Jahr für IHN kein Opfer, sondern vielmehr ein Gewinn ist - das durfte ich erleben! Klar, man darf nicht alles durch die rosarote Brille sehen: es gab auch schwierige Zeiten. Jedoch durfte ich gerade in diesen Zeiten Gottes Allmacht und Seinen Plan für mich ein Stückchen mehr erkennen.
Ich würde mich freuen, wenn du dich aufmachst, um Gott ein Jahr besonders zu dienen. Du wirst feststellen, dass Er immer hundertprozentig weiß, was du brauchst und dass Er immer einen Plan hat, auch wenn du dir das alles anders vorgestellt hast. Du kannst ihm vertrauen. Über meine Zeit in Ghana kann ich nur sagen, dass ich wirklich nichts davon missen möchte! Habe den Mut, sei bereit und lass dich darauf ein, in einer fremden Kultur Gott ganz neu kennen zu lernen, Ihn an dir handeln zu sehen und Seine Allmacht hautnah mitzuerleben! Diese Zeit wird sich in jedem Fall lohnen!

Westafrika 4Der Kurzzeiteinsatz war für uns eine riesen Bereicherung. Wir als Ehepaar interessieren uns sehr für Missionsarbeit und wollten gemeinsam erste Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln. So hatten wir die Möglichkeit über Grenzenlos drei Monate in West-Afrika in einem Projekt vor Ort mitzuarbeiten. Wir konnten praktisch dienen und den Muslimen vor Ort die Liebe Jesu näher bringen. Wir arbeiteten in der lokalen Kirchengemeinde, sowie einem Nutritioncenter mit. In Diesem halfen wir unterernährten Kindern wieder fit zu werden sowie den Eltern Bibel- und Ernährungsunterricht zu geben. Außerdem hatten wir das Glück als Medizinstudenten ein Praktikum im nahegelegenen Krankenhaus zu absolvieren. Da wir bei unseren Projektleitern direkt im Haus wohnten, bekamen wir hautnah mit, was es bedeutet als Familie in Mission zu leben. Diese Erfahrung war wertvoll und weckte Abenteuerlust! Außerdem sind wir begeistert von unserer Grenzenlos-Sendingbase, die uns nach dem Einsatz wärmstens in Deutschland empfangen hat :). Dieser Einsatz hat uns nocheinmal mehr gezeigt, dass es uns wirklich ins Ausland zieht.

 Naher Osten Wenn ich an meinen Einsatz im Nahen Osten denke, dann sind meine Gedanken geprägt von Gottes Nähe und von dem Wissen, dass er mich überreich beschenkt hat. Vor dem Einsatz verspürte ich eine große Unsicherheit und zweifelte an der Richtigkeit dieses Einsatzes. Aber schon auf der Fahrt zum Flughafen durfte ich intensiv Gottes Liebe spüren und war sicher, dass er mich an den richtigen Platz führt. Und in der Tat, als ich im Land ankam, war ich von Freude erfüllt. Auch während meines Aufenthalts kam mir gelegentlich der Gedanke: „Was mach ich hier?“; aber ich wurde gleichzeitig in Gottes Geborgenheit aufgefangen. Ich bin losgereist, weil ich Gottes Liebe weitergeben wollte. Ich habe im Flüchtlingslager Kinder geschminkt, habe mit ihnen gemeinsam gebastelt und half z.B. beim Geschirrspülen. Anders als ich es erwartet habe, kam ich in allem, was ich tat, Gott näher. Nun bin ich wieder in Deutschland und Gott hat durch diese Zeit sein Feuer in mir nochmal kräftig aufgeheizt.

Westafrika 2Mein Einsatz im Norden Ghanas war für mich ein Zwischenjahr, in dem ich mir selbst bewusst werden wollte, was Gott sich für meinen beruflichen Werdegang gedacht hat.
Auf diesem Findungsprozess habe ich meinen Einsatz als sehr wertvoll empfunden.
Bei meiner Stelle durfte ich viel initiieren und mich als "Pfarrer" im Gottesdienst und in der Jugendarbeit unserer Kirche ausprobieren. Ich habe versucht, in die mir fremde Kultur einzutauchen und konnte viel von den Einheimischen lernen. Ich durfte tiefe persönliche Beziehungen aufbauen, als Freund und Mentor, sowohl mit Muslime, als auch mit Christen. Enttäuschungen kamen dabei nicht selten vor, doch dadurch habe ich ein realistisches Bild vom Leben und Arbeiten im Ausland erhalten, wofür ich rückblickend sehr dankbar bin.

 

DBalkaner Grenzenlos-Kurzeinsatz hat Grenzen in meinem Denken und Handeln gesprengt. Für 10 Monate habe ich auf dem Balkan gelebt und das Leben mit den Menschen und dem Team dort geteilt.
Ich habe viel über Gebet gelernt und konnte Gottes Wirken, wenn auch oft im Kleinen, erleben. Ich habe gelernt zu vertrauen, dass Gott seinen Plan ausführt.
Menschen sind zu Vorbildern für mich geworden. Ich durfte erleben, was es heißt Muslimen in der Liebe Jesu zu dienen. Auch dass das manchmal sehr schwer ist und sich trotzdem lohnt.Ich hatte auch Einblick in das Leben der Einheimischen und konnte eine neue Kultur und Sprache kennen lernen.

Es war natürlich nicht immer leicht und in manchen Situationen habe ich mein Leben in Deutschland echt vermisst. Aber es war eine wertvolle Zeit, die ich nicht vergessen werde. Die Erfahrungen haben mich wachsen lassen und mir geholfen, mein Leben mehr in Gottes Hand zu legen.

ZentralasienEs war eine großer Schritt für mich, in ein mir fremdes Land in Zentralasien zu gehen. Aber es hat sich gelohnt. Ich hatte die Möglichkeit meine Grenzen zu entdecken und über mich hinauszuwachsen. Meine Hauptaufgabe war die Unterrichtsgestaltung als Lernhelferin. Darüber hinaus lernte ich die Arbeit im Ausland kennen.
Drei Monate lang habe ich in einer einheimischen Familie gelebt und ihre Kultur und Religion hautnah erlebt. Dabei ist mir die Familie sehr ans Herz gewachsen. Besonders bereichernd für mein persönliches Glaubensleben war die Gemeinschaft und der Austausch mit den Mitarbeitern anderer Organisationen, Nationalitäten und Glaubensrichtungen.
Nach Beendigung meines Einsatzes habe ich das Land verlassen, doch es hat mich nicht verlassen. Immer wieder denke ich an die wunderschöne Landschaft, die Kultur und Mentalität zurück und könnte viele Anekdoten aus dieser Zeit erzählen. Neben Spontanität und Offenheit habe ich vor allem gelernt Vertrauen zu haben, dass nichts außerhalb der Kontrolle unseres Vaters liegt. Dieses Jahr hat mich nachhaltig geprägt und ich bin unglaublich dankbar, dass Jesus immer an meiner Seite war.
Ich kann jedem nur raten, so einen Einsatz zu machen. Ihr werdet danach euer Leben, den Dienst im Ausland und wahrscheinlich so ziemlich alles aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen.

 Westafrika 110 Monate Westafrika. Voller Tatendrang und Vorfreude bin ich ausgereist, aber auch mit Spannung, was mich erwarten wird in dieser doch so anderen Welt. In eine fremde Kultur einzutauchen, weg vom bisherigen „normalen Leben“, raus aus der „Komfort Zone“ hat zwei super interessante Seiten. Erstens entdeckt man eine komplett neue und ungewohnte Lebensweise. Und Zweitens lernt man auch Gott auf eine neue Art und Weise kennen, in seinem Wirken und seiner Sprache. Er ist super kreativ und spricht nicht nur deutsch, sondern auch jede erdenkliche Sprache. Gott auf afrikanisch zu erleben war eine sehr spannende Erfahrung.
Gott hat mich herausgefordert, indem er mich vor Situationen gestellt hat, mit denen ich nicht gerechnet habe und keine Lösungen für hatte. Ich habe gelernt, Gott wirken zu lassen und Dinge nicht aus meinem menschlich begrenzten Blickwinkel zu sehen, sondern mit seiner gewaltigen und unbeschränkten Allmacht.
Erweitere deinen Horizont und lass dich von Gott gebrauchen Dinge zu tun, die deine Vorstellungskraft übersteigen.
Ich bin durch diese Zeit selbstständiger geworden und habe gelernt, mich mit Problemen und Schwierigkeiten auseinanderzusetzen. Und ich habe gelernt, Gott zu vertrauen und mich von ihm komplett abhängig zu machen, ohne Plan B in der Tasche. Menschen zu sehen, die in völliger Abhängigkeit von Gott, vertrauensvoll und geduldig auf sein Wirken warten, war eine echte Bereicherung für mich.
Ich wünsche mir, dass Du dich aufmachst, um solche Erfahrungen zu machen. Gott kann dich definitiv gebrauchen und deinen Horizont erweitern. So ein Jahr wird dich auf jeden Fall verändern.